Higher Education und Wahlfächer

Wenn
Algorithmen mitentscheiden

Digitale
Versorgung

Ärztliches
Arbeiten
im Wandel

Zwischen Aufklärung und Shitstorm

Wenn Algorithmen mitentscheiden: Wie beeinflusst KI Vertrauen und ärztliche Entscheidungen?

Künstliche Intelligenz hält zunehmend Einzug in die medizinische Versorgung und unterstützt Ärztinnen und Ärzte bei Diagnostik, Therapieplanung und Kommunikation. Doch wie entstehen Vertrauen oder Skepsis gegenüber KI-Systemen, welche Auswirkungen haben algorithmische Empfehlungen auf klinische Entscheidungen, und wo liegen die Grenzen ihres Einsatzes? In diesem Wahlfach lernen Sie die psychologischen Grundlagen der Mensch-KI-Interaktion kennen und setzen sich mit den Chancen, Risiken sowie ethischen und rechtlichen Fragestellungen auseinander. Anhand praxisnaher Fallbeispiele aus Klinik, Forschung und Versorgung analysieren Sie den Einfluss von KI auf medizinische Entscheidungsprozesse und entwickeln ein kritisches Verständnis für eine verantwortungsvolle digitale Gesundheitsversorgung.

Für wen ist das Wahlfach geeignet?
Das Wahlfach richtet sich an Studierende, die verstehen möchten, wie Künstliche Intelligenz ärztliche Entscheidungen beeinflusst, Vertrauen und Skepsis gegenüber algorithmischen Systemen kritisch reflektieren und die Zukunft der digitalen Medizin aktiv mitgestalten möchten.

Auf einen Blick:

  • Semester: Wintersemester 2026/27
  • Institut/Klinik: Telemedizin, Digitalisierung und Ökonomie in der Medizin
  • Teilnehmendenzahl: mindestens 4, maximal 10.
  • Steckbrief

Digital Health: Was kann digitale Versorgung leisten?

Digitale Technologien verändern die medizinische Versorgung grundlegend. Telemedizin, Gesundheits-Apps und digitale Versorgungsangebote eröffnen neue Möglichkeiten für Diagnostik, Behandlung und Betreuung von Patientinnen und Patienten. Doch welche Potenziale bieten diese Anwendungen im Versorgungsalltag und welche Voraussetzungen müssen für ihren erfolgreichen Einsatz erfüllt sein? In diesem Wahlfach erhalten Sie einen fundierten Einblick in die Grundlagen von Digitalisierung, Digital Health und Telemedizin. Sie lernen aktuelle digitale Versorgungsformen kennen, führen telemedizinische Konsultationen in simulierten Praxissituationen durch und reflektieren dabei kommunikative, medizinische, technische sowie organisatorische Herausforderungen. Darüber hinaus setzen Sie sich mit den Anforderungen des Datenschutzes auseinander und entwickeln ein Verständnis dafür, wie digitale Gesundheitsversorgung patientenzentriert, sicher und medizinisch sinnvoll gestaltet werden kann.

Für wen ist das Wahlfach geeignet?
Für Studierende, die sich dafür interessieren, wie digitale Technologien die medizinische Versorgung verändern, und lernen möchten, telemedizinische Konsultationen praktisch, patientenzentriert und datenschutzbewusst zu gestalten.

Auf einen Blick:

  • Semester: Wintersemester 2026/27
  • Institut/Klinik: Telemedizin, Digitalisierung und Ökonomie in der Medizin
  • Teilnehmendenzahl: mindestens 4, maximal 10.
  • Steckbrief

Ärztliches Arbeiten im Wandel: Wie verändert Digitalisierung den Alltag im Krankenhaus?

Die Digitalisierung verändert den Krankenhausalltag in rasantem Tempo. Elektronische Patientenakten, digitale Kommunikationswege und intelligente Assistenzsysteme prägen zunehmend die tägliche Arbeit von Ärztinnen und Ärzten. Gleichzeitig entstehen neue Herausforderungen – von der Informationsflut über Zeitdruck bis hin zu veränderten Entscheidungsprozessen und Verantwortlichkeiten. In diesem Wahlfach setzen Sie sich mit den Auswirkungen der Digitalisierung auf den klinischen Arbeitsalltag auseinander. Anhand praxisnaher Fallbeispiele analysieren Sie typische digitale Arbeitssituationen, reflektieren die Zusammenarbeit im interprofessionellen Team und diskutieren Chancen und Herausforderungen digitaler Kommunikations- und Informationssysteme. Darüber hinaus entwickeln Sie Strategien, um digitale Technologien verantwortungsvoll, effizient und selbstbestimmt in der klinischen Praxis einzusetzen.

Für wen ist das Wahlfach geeignet?
Für Studierende, die verstehen möchten, wie Digitalisierung den ärztlichen Arbeitsalltag im Krankenhaus verändert, und lernen wollen, digitale Systeme reflektiert, verantwortungsvoll und selbstbestimmt im klinischen Kontext zu nutzen.

Auf einen Blick:

  • Semester: Wintersemester 2026/27
  • Institut/Klinik: Telemedizin, Digitalisierung und Ökonomie in der Medizin
  • Teilnehmendenzahl: mindestens 4, maximal 10.
  • Steckbrief

Zwischen Aufklärung und Shitstorm: Wie professionell kann Medizin in den sozialen Medien sein?

Soziale Medien sind längst zu einem wichtigen Bestandteil der Gesundheitskommunikation geworden. Sie bieten neue Möglichkeiten für Aufklärung, Prävention und den Austausch mit Patientinnen und Patienten – stellen Ärztinnen und Ärzte sowie Gesundheitseinrichtungen aber auch vor Herausforderungen. Wie gelingt professionelle Kommunikation im digitalen Raum? Wie lässt sich mit medizinischen Falschinformationen umgehen und welche Rolle spielen Datenschutz, Ethik und Reputation? In diesem Wahlfach beschäftigen Sie sich mit den Chancen und Risiken sozialer Medien im Gesundheitswesen. Sie analysieren reale Beispiele aus der medizinischen Kommunikation, reflektieren Anforderungen an ärztliche Professionalität im digitalen Raum und setzen sich mit Themen wie Wissenschaftskommunikation, Medfluencern, Krisenkommunikation und Reputationsmanagement auseinander. Dabei entwickeln Sie ein fundiertes Verständnis dafür, wie soziale Medien verantwortungsvoll und wirkungsvoll für die Gesundheitskommunikation eingesetzt werden können.

Für wen ist das Wahlfach geeignet?
Für Studierende, die sich dafür interessieren, wie Ärztinnen und Ärzte sowie Krankenhäuser soziale Medien verantwortungsvoll für Aufklärung, Prävention und Kommunikation nutzen können und dabei Professionalität, Datenschutz sowie den Umgang mit medizinischen Falschinformationen reflektieren möchten.

Auf einen Blick:

  • Semester: Wintersemester 2026/27
  • Institut/Klinik: Telemedizin, Digitalisierung und Ökonomie in der Medizin
  • Teilnehmendenzahl: mindestens 4, maximal 10.
  • Steckbrief

Higher Education im Bezug auf das Themenfeld „Digital Health“

In der Lehre werden Studierende in den Bereichen Technologie, Gesundheitssysteme und -politik, aber auch in interdisziplinären Themen wie Innovationsmanagement, digitale Transformation und digitale Gesundheitsstrategien ausgebildet.

Abschlussbericht zum Projekt „Compression of digital health videos in the transformation process (CDHVT)“ gefördert durch die Ausschreibung des Lehrimpuls Python-Programms 2024 an der
Medizinischen Fakultät Magdeburg


Hintergrund und Zielsetzung:
Ziel des Projektvorhabens „Compression of digital health videos in the transformation process (CDHVT)“  war es, praxisnahe und studierendengerechte Anwendungsbeispiele aus dem Bereich „Digital Health“ hochschuldidaktisch mittels Videosequenz aufzubereiten. Im Fokus stand dabei die Vermittlung von digitalgestützten und diagnostischen Versorgungskonzepten aus Sicht des stationären und ambulanten Sektors. Eigene produzierte Videoinhalte wurden mit den Veranstaltungsschwerpunkten verbunden. Leistungsnachweise wurden in Form von Einzeltestaten abschnittweise eingefordert. Durch den eingebrachten Lehransatz wurden die verwendeten Technologien mit ihren Vorteilen, Chancen, Potentialen und Nachteilen aufgezeigt. Die erarbeiteten Inhalte wurden fächerübergreifend gemeinsam mit den Studierenden diskutiert, damit eine Verzahnung von Theorie und klinischer Anwendung gewährleistet werden konnte. Unterstützt durch die produzierten Impulsvideos wurde die dynamische Transformation zum digitalen Gesundheitswesen aufgezeigt und die geforderten Lernziele des NKLM 2.0 umgesetzt.

Einblick in die Hauptergebnisse der Evaluation:
Ausschnitt – quantitative Auswertung:

Ausschnitt – qualitative Auswertung der Aussagen:
T1: Mir hat der erfrischende und moderne Aufbau gefallen. Es wurde auf die Bedürfnisse der Studierenden eingegangen. Des Weiteren waren die Dozierenden hoch motiviert, was zusätzlich die Veranstaltung aufwertete. Das Thema digitale Medizin ist in der heutigen Zeit extrem wichtig und ich bin sehr dankbar, dass unsere Fakultät dies erkannt hat. (…)

T2: Ich fand die Freunde am eigenen Fach durch die Dozenten mitreißend, das hat richtig Spaß gemacht. Ich hatte im Gegensatz zu anderen Fächern auch das Gefühl, dass die Inhalte wirklich auf uns Studierende angepasst waren. (…)

T3: Die gute Integration und Ausnutzung von Moodle. Man hatte den Eindruck, dass sich die Dozenten auskennen mit digitalen Medien und dass sie auch das Potential davon ausgenutzt haben (Videos, interaktive Module und Testate). Man hat gemerkt, dass sich viel Mühe gegeben wurde (…)

Diskussion:
Impulsvideos gewähren einen schnellen Überblick für Studierende. Hierzu bedarf es eines klaren Videoskripts. Die Fachabteilungen halten umfassende Technik vor, welche somit bildlich an die angehenden Mediziner:innen herangetragen wird. Die Integration von Videos ermöglicht, einen Lehranker bei den Studierenden zu setzen.